Heinz Wengler

Er ist die tragische Figur des Bielefelder Radsports. Nach erfolgreichen Einsätzen bei der Tour de France und den Deutschland-Rundfahrten gehört der zierliche, aber konditionsstarke Profi zu den bekanntesten Fahrern in Deutschland. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere wird Heinz zum Wehrdienst eingezogen und stirbt 1942 in der Ukraine.

Heinz Wengler (links) im Siegerkranz mit Paul Langhoff 1936;
Nachlass W. Butt/Slg. M. Mertins

In Wehrendorf im Kreis Herford am 27. September 1912 geboren, begann Heinz 1927 gegen den Willen seines Vaters heimlich mit dem Radsport im RC Zugvogel. Schon 1932 gehörte er kurzzeitig zur deutschen Amateur-Bahnnationalmannschaft. Aber auch bei Straßenrennen war Heinz erfolgreich. 1935 wechselte der vielseitige Fahrer zum RV ANKER ROT-WEISS, 1937 trat er ins DÜRKOPP-Werksteam ein und blieb dort bis 1941 aktiv.



Bei der Tour de France 1937 konnte Heinz einen Sieg bei einer Teiletappe erringen, 1938 reichte es auf der 7. Etappe für Platz 2. Bei den Deutschland-Rundfahrten konnte er schöne Erfolge im Gesamtklassement erzielen: 1937 Platz 11, 1938 Platz 10 und 1939 bei der Großdeutschlandfahrt über mehr als 5000 km reichte es sogar zu Platz 7. Ab 1940 fuhr Heinz verstärkt Rennen in der Halle, besiegte sogar den italienischen Champion Bartali im Verfolgungsfahren. Großen Gefallen fand er schließlich an Steherrennen, wobei auch gute Platzierungen herauskamen. Vorallem in der Berliner Deutschlandhalle war der Bielefelder wegen seiner kämpferischen Fahrweise beliebt. Im Mai 1941 wurde der DÜRKOPP-Profi zur Wehrmacht eingezogen, fuhr sein letztes Rennen in Braunschweig am 6. Juli. Heinz verstarb in einem Lazarett an der Ostfront am 1. Oktober 1942.


„Die tragische Figur
des deutschen Radsports“


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